Welche Anforderungsklassen gibt es für Sichtbeton?
Die Sichtbeton-Anforderungs-Klassen sind im DBV-Merkblatt Sichtbeton definiert und unterscheiden vier Sicht-Klassen: SB1 bis SB4. Jede Klasse spezifiziert Schalbrett-Qualität, zulässige Poren-Größe in mm², Farbe-Gleichmäßigkeit, zulässige Anker-Stellen pro m² und Schalbrett-Stoß-Toleranzen. SB1 ist niedrigste Stufe für Keller-Wände, Tiefgaragen-Decken und einfache Industrie-Sichtflächen. SB4 ist höchste Klasse für repräsentative Architektur. Der Preis steigt exponentiell von SB1 200–250 €/m² bis SB4 bis 350 €/m².
SB1 Niedrige Anforderung Standard-Industrie
Sicht-Klasse 1 ist der einfachste Sichtbeton und wird bei Keller-Wänden, Tiefgaragen-Decken und nicht-repräsentativen Industrie-Sichtflächen verwendet. Zulässige Poren-Größe bis 50 mm² (etwa Erbsen-Groß). Schalbrett mit normalen Stoß-Toleranzen ± 5 mm. Farbe-Gleichmäßigkeit nicht besonders kontrolliert — leichte Wolken erlaubt. Anker-Stellen-Verteilung frei wählbar. Standard-Schalung Holz oder Stahl genügt. Preis 200–250 €/m². Für Sicht ohne ästhetischen Anspruch.
SB2 Normale Anforderung Wohnbau-Standard
Sicht-Klasse 2 ist der Standard im Wohnbau-Sichtbeton: Treppenhäuser, Aufzugs-Schächte, sichtbare Decken im Wohnungsbau. Zulässige Poren-Größe bis 25 mm². Schalbrett-Stoß-Plan mit Toleranzen ± 3 mm. Farbe-Gleichmäßigkeit innerhalb eines Bauteils kontrolliert. Anker-Stellen in definiertem Raster. Schalbrett-Qualität B-Holz mit gleichmäßiger Oberfläche oder neue Großflächen-Stahl-Schalung. Preis 250–290 €/m². Für sichtbare Wohnbau-Anwendung mit moderatem Anspruch.
SB3 Hohe Anforderung Repräsentative Architektur
Sicht-Klasse 3 ist bei repräsentativer Wohn- und Geschäftsarchitektur Standard: Galerie-Wände, Restaurant-Decken, hochwertige Foyer-Bereiche. Zulässige Poren-Größe bis 15 mm². Schalbrett-Stoß-Plan exakt geplant mit Toleranzen ± 2 mm. Farbe-Gleichmäßigkeit über die ganze Sichtfläche kontrolliert. Anker-Stellen in geometrisch ansprechendem Muster. Schalbrett-Qualität A-Holz oder beschichtete Großflächen-Schalung. Preis 290–340 €/m². Für hochwertige Sichtfläche mit definierter Optik.
SB4 Höchste Anforderung Premium-Architektur
Sicht-Klasse 4 ist die höchste Stufe und wird bei Premium-Architektur eingesetzt: Museums-Fassaden, Konzerthaus-Wände, Repräsentations-Architektur. Zulässige Poren-Größe bis 10 mm². Schalbrett-Stoß-Plan und Anker-Muster vor Bauausführung als Schal-Plan zeichnerisch geplant. Farbe-Gleichmäßigkeit absolut konsistent. Schalbrett-Stoß-Toleranz ± 1 mm. Häufig Maßgeschneidert-Schalung mit speziellen Texturen wie Brettschalung-Imitate oder Mauerwerks-Strukturen. Preis bis 350 €/m². Repräsentations-Architektur höchster Anspruch.
Festlegung im Werkvertrag ist entscheidend
Die Sicht-Klasse muss vor Baubeginn im Werkvertrag schriftlich fixiert werden — sonst gibt es bei Mängel-Diskussionen kein Rechts-Maß. Standard-Annahme nach VOB ist SB2 für sichtbare Bauteile im Wohnbau. Für höhere Anforderung muss explizit SB3 oder SB4 vereinbart sein, mit Verweis auf das DBV-Merkblatt. Schal-Plan und Mock-Up-Bemusterung sind bei SB3 und SB4 zusätzlich vertraglich zu vereinbaren — das Mock-Up dient später als Vergleichs-Maß.
Wesentliche Fakten und Daten
Die Sichtbeton-Anforderungs-Klassen sind im DBV-Merkblatt Sichtbeton definiert: vier Klassen SB1 bis SB4 mit exponentiell steigenden Anforderungen. SB1 (niedrig, Keller und Tiefgaragen): Poren-Größe bis 50 mm², Schalbrett-Stoß ± 5 mm, leichte Wolken erlaubt, Standard-Schalung, Preis 200–250 €/m². SB2 (Wohnbau-Standard, Treppenhäuser, sichtbare Decken): Poren bis 25 mm², Stoß ± 3 mm, Farbe-Gleichmäßigkeit kontrolliert, B-Holz oder Großflächen-Stahl, Preis 250–290 €/m². SB3 (repräsentative Wohn- und Geschäftsarchitektur, Foyer und Galerie): Poren bis 15 mm², Stoß ± 2 mm, geometrisches Anker-Muster, A-Holz oder beschichtete Schalung, Preis 290–340 €/m². SB4 (Premium-Architektur, Museums-Fassaden, Konzerthaus-Wände): Poren bis 10 mm², Stoß ± 1 mm, Schal-Plan und Mock-Up-Bemusterung zwingend, Maßgeschneidert-Schalung mit Spezial-Texturen möglich, Preis bis 350 €/m². Festlegung im Werkvertrag mit Verweis auf DBV-Merkblatt zwingend — Standard-Annahme nach VOB ist SB2 für sichtbare Wohnbau-Bauteile. Mock-Up-Bemusterung dient bei SB3 und SB4 als Vergleichs-Maß bei späteren Mängel-Diskussionen.
Häufig gestellte Fragen
Welche Spachtelboden-Sorte führt Einhorn Werke?
Wir führen das HERKULES Spachtelboden-System mit zementgebundener mineralischer Spachtelmasse, 2K-PU-Hochleistungs-Versiegelung und DIN-18534-Verbundabdichtung für Feuchträume. Verarbeitung 2 mm Schichtaufbau direkt auf tragfähigem Estrich, vorhandenen Fliesen oder Holzboden. Beratung und Verarbeiter-Vermittlung kostenfrei vor Bestellung.
Wie lange dauert die Verlegung eines fugenlosen Bodens?
Reine Verarbeitungszeit 3–5 Tage pro 30 m² Fläche: Tag 1 Untergrund-Vorbereitung und Grundierung, Tag 2 erste Spachtellage, Tag 3 zweite Lage und Schliff, Tag 4–5 Versiegelung in 2–3 Lagen. Begehbar nach 24 Stunden, voll belastbar nach 7 Tagen, chemikalienfest nach 28 Tagen. Komplett-Bad inklusive Wände 5–7 Werktage.
Was kostet ein Sichtbeton-Boden?
Massiv-Sichtbeton-Boden 200–350 €/m² als architektonischer Neubau-Boden mit Statik-Funktion. Schein-Sichtbeton in Spachtelboden-Technik 120–180 €/m² als Renovierungs-Lösung auf vorhandenem Untergrund. Microzement-Boden in Sichtbeton-Optik 150–220 €/m². Preis variiert nach Klasse SB1–SB4, Mengen, Komplexität, Region und individueller Optik.
Ist ein fugenloser Boden langlebig?
HERKULES Spachtelboden-Boden hält 15–25 Jahre bei normaler Wohnnutzung, im gewerblichen Bereich 8–15 Jahre. Echter Massiv-Sichtbeton hält 50+ Jahre. Beide sind reparabel: Beschädigte Stellen werden lokal angeschliffen, nachgespachtelt und neu versiegelt. Komplett-Renovierung nach 15–20 Jahren mit neuer Versiegelung möglich, ohne den Spachtel-Aufbau anzugehen.
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